| Jedes Jahr der selbe Kampf! Aus dem Mist,
was so manche Bammentaler oder Reilser Bürger (oder die komplette
Gemeindeverwaltung) angestellt haben, muss irgend etwas geschrieben werden.
Nicht, dass die Storys nicht schon bekloppt genug wären, müssen
sie erst mal in Reimform gebracht werden.
Unsere Kerweredd ROZ (Reilser-Orts-Zeitung) wird von unzähligen Mitgliedern
der RKB mitbeeinflusst und -geschrieben. Schon Wochen vor der Kerwe, ungefähr
ab Mai jeden Jahres werden in jeder Versammlung Zweizeiler oder ganze
Absätze komplett gereimt oder in Rohfassung notiert – eben
eine waschechte Gemeinschaftsproduktion der RKB. Wenn die Absätze
dann langsam zu Geschichten werden und es allmählich an die Feinheiten
geht, tun sich oft Abgründe auf. Furchtbare Konflikte mit der deutschen
Interpunktion und vor allem des traditionellen Reilser Dialekts entstehen
minütlich. Wo machen wir einen Punkt oder ein Komma und wo einen
Absatz? Wie schreiben wir das Wort „unangenehm“ auf Reilser
Diaklekt? Vielleicht „uhohg’nehm“ oder „u-o-gnem“?
Heißt „ein Ei“ auf reilserisch entweder „e Aai“,
„a Ooi“oder „oi Ai“? Fragen über Fragen...,
die sich bei viel Gerstensaft (und je später der Abend) immer leichter
lösen lassen. |
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Ja und dann,
ab halb zwölf, kommen so Kultsätze zustande wie:
„Mit de Bohrmaschin druff los gerattert
bis die Unnahos’ hot g’flattert!“
Diesen Zweizeiler gibt es mittlerweile seit Jahren immer in irgend einem
Thema. Erstens weil er immer irgendwo passt und zweitens weil er einfach
total bescheuert ist. |
| Gegen Ende schließt
Hansi die „Zentrale des unkontrollierten Wahnsinns“ und wir
stellen alle fest, dass es für einen Werktag ziemlich spät geworden
ist. Außerdem fällt es morgen schwer, auf der Arbeit den Telefonhörer
wieder gesittet abnehmen zu müssen und nicht mit „Hää?!
Was issen, du Dackl?“ |
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