Redd' schreiwe 2003
 

Jedes Jahr der selbe Kampf! Aus dem Mist, was so manche Bammentaler oder Reilser Bürger (oder die komplette Gemeindeverwaltung) angestellt haben, muss irgend etwas geschrieben werden. Nicht, dass die Storys nicht schon bekloppt genug wären, müssen sie erst mal in Reimform gebracht werden.
Unsere Kerweredd ROZ (Reilser-Orts-Zeitung) wird von unzähligen Mitgliedern der RKB mitbeeinflusst und -geschrieben. Schon Wochen vor der Kerwe, ungefähr ab Mai jeden Jahres werden in jeder Versammlung Zweizeiler oder ganze Absätze komplett gereimt oder in Rohfassung notiert – eben eine waschechte Gemeinschaftsproduktion der RKB. Wenn die Absätze dann langsam zu Geschichten werden und es allmählich an die Feinheiten geht, tun sich oft Abgründe auf. Furchtbare Konflikte mit der deutschen Interpunktion und vor allem des traditionellen Reilser Dialekts entstehen minütlich. Wo machen wir einen Punkt oder ein Komma und wo einen Absatz? Wie schreiben wir das Wort „unangenehm“ auf Reilser Diaklekt? Vielleicht „uhohg’nehm“ oder „u-o-gnem“? Heißt „ein Ei“ auf reilserisch entweder „e Aai“, „a Ooi“oder „oi Ai“? Fragen über Fragen..., die sich bei viel Gerstensaft (und je später der Abend) immer leichter lösen lassen.

 

An diesem Abend trafen sich nur vier der vielen Redenschreiber mit einer Kühltasche voller „Ahoi-Brause“ (Geschmacksrichtung Helle Hefe). Zum Essen gab es wahlweise Käptn Iglo’s Fischstäbchen mit Ketchup oder Weiswürste mit Brez’n und süßem Senf. (Hier eine Momentaufnahme von kurz vor acht...)

So ungefähr eineinhalb Stunden später...
Mittlerweile wird „Viel Vergnügen“ mit zwei „F“ geschrieben – weil’s lustig aussieht. Und Punkte oder Kommas fallen jetzt in den Bereich „künstlerische Freiheit“ und werden großzügig weggelassen.

Ja und dann, ab halb zwölf, kommen so Kultsätze zustande wie:
„Mit de Bohrmaschin druff los gerattert
bis die Unnahos’ hot g’flattert!“
Diesen Zweizeiler gibt es mittlerweile seit Jahren immer in irgend einem Thema. Erstens weil er immer irgendwo passt und zweitens weil er einfach total bescheuert ist.

Gegen Ende schließt Hansi die „Zentrale des unkontrollierten Wahnsinns“ und wir stellen alle fest, dass es für einen Werktag ziemlich spät geworden ist. Außerdem fällt es morgen schwer, auf der Arbeit den Telefonhörer wieder gesittet abnehmen zu müssen und nicht mit „Hää?! Was issen, du Dackl?“

 

Wieder waren wir einen Schritt weiter im Projekt „ROZ 2003“. Und nächstes Woche zeigen Euch Peter Lustig und Christoph mit der Maus und dem Elefanten die Folge „Kerwerede in der Druckerei“. Dazu singen wir dann das schöne Kinderlied „Zebra.., äh.. Druckerstreifen, Druckerstreifen“ von Rolf Zuckowski. Und Samson und Tiffy tanzen Boogie-Woogie während Grisu der kleine Drache immer noch Feuerwehrmann werden will...

Fazit: