Reilser Orts Zeitung 2006
 

Hallo ???

Konn mol oner vun eich korz mei Redd hewe?
Ich muss mir noch schnell e Hode-Pflaschter klewe!
Weil mit so e bissl Testosteron,
babbelt sich's viel leichter ins Mikrofon.
Ma hots g'sehe bei de Tour de Franz,
do dopt sich selbscht der letzte Schwanz.
Doch Epo un Testosteron, die zwei,
kumme niemols in mei Blutbahn nei.
Ich hab legale Mittel - ganz seriös:
Gerstensaft und Schnaps - intravenös!

"Die Welt zu Gascht in Reilse" - so heißt unser Motto,
bei uns dabei sei, is besser wie en Sechser im Lotto.
Oomol im Lewe muss ma do hie,
zur Kerwe nach Reilse in Germany!

Seit Woche gilt der Spruch, der unsern Tag erhellet:
"Mir sin die, wo 'd Kerwe wellet!"

Ganz korz für all die, wu's interessiert,
was isch letztscht Johr uf de Welt passiert:
Deutschland wird jetzt regiert vun Angela Merkel:
E Frisur wie en Wischmopp - e G'sicht wie e Ferkel!
Die Vogelgripp hot verbreitet Angscht und Schrecke,
un en haufe Viecher tate verrecke.
Un auch den Bär Bruno gibt's nimmie -
der isch aa hie!

Gewaltisch blamiert hot sich Fronkreich durch einen Chaot,
mit dem bleedschte WM-Faul seit Jahre! Zidane - so ein Vollidiot!

Un aus de USA de Schorsch Dabbelju,
der is so bleed, do sage ma garnix meh dazu!

So jetzt geht's los - losst mich noch trinke en korze Schluck,
damit ich glei hab de richdische Druck!


Gemeinde-Drama in drei Akten

1. Akt

Ihr liewe Leit was soll ich sage,
üwer die Gemeindearweiter könne ma uns net beklage.
Ohne die wär mit'm Kerweumzug vielleicht schun Schluss,
würde die net jedes Johr baue en Haufe Stuss.

Uff em Heldebuggel stand en Boom - schun ziemlich alt,
der sollte falle, un zwar bald.
Den richdische Boom hawwe sie glei g'funne…:
"Der werd jetzt erscht mol oogebunne,
weil ma nie wees, wuhie so en Boom tut falle,
tu mir den mit'm Seil an de Unimog festschnalle."

Die Motorsäg raus un losgerattert,
bis die Unnahos hot g'flattert.
Währenddesse mit'm Unimog kräftig gezoge,
der Boom hot sich dann a beträchtig geboge,
doch zur Überraschung fa alle,
is de Boom newedro umgfalle!

Denn der Kollege - geistig träge -
tat en ganz annere Boom umsäge.
Korz nach'm Umfalle wurd es dann klar,
dass des Seil vum Unimog an em annere Boom ogebunne war!

Des ganze gab's schun mol, ihr wisst des alle,
als die falsche Rothaus-Linde is gefalle.
Zu dem Thema hab ich noch was in mei'm Gedächtnis gfunne,
was is denn eigentlich geworre aus dem Designer-Brunne?


2. Akt

Letzschtens ware sie zum Reißig mache im Ort,
denn do musst noch e bissl Grünzeug fort.
Mit de neue Teleskop-Säg' hawwe sie hantiert,
un sin ooschließend widder ins Rothaus kutschiert.
Doch dort hawwe sie uff en leere Laschter geguckt,
"Huch!", isch en Arweiter zusamme gezuckt,
"Ach Gott - meine Fresse!
Ich glaab, mir hawwe die neu Säg' vergesse!"
Zurückgerast mit'm Auto und schnell eisammle gewollt,
do sin sie glei mol drüwwer g'rollt!

Do lag sie, kaputt, un gonz zersplittert,
unser Arweiter guckte gonz verknittert!

Beim Chef hawwe sie sich alles Mögliche eifalle lasse,
dass sie ordentlich sin, un immer gut aufpasse,
dass im Ort isch oft en mords Verkehr,
un de Laschter kam vum AVR.
"Der muss beim Abfall holle, ganz newebei,
üwwer unser neue Teleskop-Säg' g'fahre sei!"

Doch oons hawwe sie vergesse bei Ihrer G'schicht:
Die AVR kummt zwar oft, awer an dem Tag nicht!
Bezahlt werre musst's dann aus eigener Kasse,
vun unsere Gemeinde-Arbeiter-Asse.

3. Akt

Jetzt kommt noch Nr. 3 - es passiert halt soviel,
liegt des vielleicht am Arbeitsstil?
Ich erzähl euch noch en Schwank:
'S gibt jo genug - Gott sei Dank!

E Stroßeschild wurd fachmännisch uf en Hänger g´stellt,
un leichtfertig behaupt: "So, des hält!"
Während der Fahrt war dann e Geräusch zu höre,
des tat die Arweiter kurzfristig störe.
"War do e Schlagloch?", frogt ooner, "oder klapperts do immer?"
"Uppss!" sagt der annere, "ich vermut, des is schlimmer!
Des war koo Schlagloch, was do hot g'scheppert,
so hört sich's aa oo, wenn ma Blech zerdeppert!
Grad wo mir g'fahre sin an dem oone Auto vorbei,
schlug's korz hinner uns heftig ei! Was kann des nur sei?"

Jungs, üwwalegt mol nimmi länger,
ich helf euch kurz: Es liegt am Hänger!
Do is nämlich wege eurer Raserei des Schild umgfalle,
un tat ooschtännisch gege e geparkti A-Klasse knalle.
Vun manche Arweiter die Zerstörungswut,
dut uf die Dauer unserm Haushalt b'schtimmt net gut.
Mir moone: So konn doch koon Mensch schaffe!
Do geht's monchmol zu, wie uf em Planet der Affe!


Sendung mit der Maus

Für unseren Kleinen…




Vorspann in Fremdsprache:

Lach- und Sachgeschichten!
Heute: Zwei öffentlich rechtlich tätige Arbeiter im Baunebengewerbe
designen die Grünareale der Kommune im Teilbezirk Oberdorf,
Bammental Nord.

Vorspann in Heimatsprache:

Bleedsinn- un Dumm-Zeig-G'schichtlin!
Heit: Zwee Arweider vun de Gmoo vum Bauhouf (wu sich aa
um die Schosse kümmare), wolle d' Wies mähe un kutschiere
d' Altstadt nuff.

Das war reilserisch!


Maus-Beitrag:

So, jetzt schau'n wir mal:
Das hier…, das sind Gemeindearbeiter.
Und weil die von Steuergeldern - also von Mama und Papa - bezahlt werden, sollte man meinen, dass die ordentlich arbeiten. Tun sie aber nicht!

Zumindest nicht immer. Die machen zwar ihre Arbeit, aber stellen sich teilweise an, wie ein Elefant im Porzellanladen. Klar…, die Männer machen auch manchmal so'n bisschen Spaß - sonst wär's ja langweilig. Aber die machen das, ganz ohne nachzudenken. Das finden wir komisch.
Und deshalb schau'n wir uns das mal näher an…:

So…, hier ham wir jetzt 'n Auto oder besser gesagt: 'n Bus. Der kommt von Mitsubishi - aus Japan. Dort, in Japan, da wuseln viele Arbeiter wie wild durch die Gegend. Alle machen irgendwelche Sachen und am Ende ist's fertig.
Hier bei uns auf'm Bauhof, in Bammental, da wird auch rumgewuselt.
Aber die Leute hier bauen ab und zu 'n Haufen Scheiß!

Naja, guck'n wir mal weiter:
So, hier ham wir wieder unseren Gemeindebus. Da wird jetzt der Rasenmäher hinten rein geladen. Ob mit viel Hirn oder ohne - ganz egal, wird schon klappen! Tür zu, und nu isser weg, der Rasenmäher!

Ja und dann kann's auch schon losgehen:
Der Bus fährt die Hauptstraße entlang bis zur Metzgerei Müller und dort geht's links ab. So, jetzt erst mal schön auf'n Verkehr schau'n. Ok, von vorne kommt nix: Der Arbeiter dreht das Lenkrad nach links und gibt ordentlich Gas.

Was die Arbeiter nicht wissen: Die Tür hinten am Bus, die ham sie nicht richtig verschlossen. Die ham sich wohl zu dämlich angestellt.

Schwupp, da isser wieder, der Rasenmäher! Der kommt jetzt nämlich hinten durch die offene Heckklappe raus geschossen. In etwa so, wie Nachbars Lumpi, wenn ihr ihm auf'n Schwanz gehüpft seid. Mit 'nem Affenzahn!
Das ganze nennt man Fliehkraft - klingt komisch, is aber so!
Und außerdem isser jetzt im Eimer und auch nicht mehr zu reparieren.
Der liegt zwischen "Metzger Müller" und "Dörndl" auf der Strasse rum und is im Arsch. Und Blechschaden ham wer auch noch.

Das muss natürlich bezahlt werden -
macht aber nix:
 
Dafür gibt's ja die Steuerzahler,
die Deppen!


Aktenzeichen XY ungelöst

Ein unfassbarer Zwischenfall ereignete sich an einem frühen Abend im Juni 2006. Die Tat wurde vergeblich versucht mit Taschentüchern der Marke "Tempo" zu verdecken. Doch darunter machte Kurt K. eine grausige Entdeckung, die ein noch nie da gewesenes Unheil über die Tankstelle bringen sollte. Sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sorgen, werden vom Tankstellenchef Kurt K. entgegen genommen sowie von den Verantwortlichen der R-K-B (Reilser Kripo Beamte)

Was ich euch jetzt bericht,
is e widerlich, abscheulichi G'schicht:
Juni 2006, nähe Wiesebach,
Tatort: Tankstelle Kieselbach.
Etwa zur frühen Abendstunde,
betrat ein ominöser Kunde,
den Shop, hot sich e Bierle b'stellt,
un an de Stehtisch nogestellt.
Leit, es is jetzt echt koon Witz,
mir kenne ihn bis heut net un nenne ihn mol "Mister X"!

Es hilft uns koo lamentiere un koo fluche,
nur eine Bitte: Helft uns, diesen Verbrecher zu suche!



Er bestellte sodann mit trügerische Worte,
en Kräuterschnaps der besseren Sorte.
"Ich hätt gern e Fläschl Jägermeischter,
denn der vertreibt die böse Geischter."
"Böse Geischter?", hot de Kurt sich gedacht,
"der is doch bleed" un hot noch gelacht.

Was dann geschah,
ist leider wahr.

"Donkschee", sagt Mister X, "isch geh jetzt naus,
ich hab nämlich Ronzeblitze un halts bald nimmi aus!"

Und nun: Auf niederträchtige Art und Weise,
entschloss er sich, hinner die Wäsch-Olag zu scheiße!
En gonze Berg, net bloß e Bergl,
es war en riese Wergl!

Am nächschte Morge als Kurt sei Tonkstell ufmacht,
hot er sich donn glei gedacht:
"Do riechts emol komisch, ja konn des sei?
Do stinkts jo schlimmer wie e faules Ei!"
Un je wärmer es wurd, frogte die Kunde all:
"Kurt, bei dir stinkts, wohnsch Du in em Stall?"

Nach intensiver Suche, auch hinner seiner Wäsch-Olag,
trifft de Kurt donn fascht de Schlag:
Gonz verdutzt war er üwer den Fund:
"Ha des sin jo mindestens sechs Pfund?!"
Genaugenumme ware des 3.000 Gramm ohne Knoche,
un des hot wie en de Höll' geroche.
Un owwe druff uf em Haufe - de Kurt wurd fascht verrickt:
"So e Drecksau - do isch e Jägermeischter-Fläschl neigedrickt."

Bevor die Naseschleimhaut kracht,
hot Kurt den Haufe weggemacht.
Er konnts beseitige mit Schaufel un Hacke,
zum Glick war des koo Flitzekacke!
Den Üwweltäter hätt er gern fange wolle,
doch dieser war und blieb bis heit verscholle.

Jedoch so e Tankstell, die is videoüberwacht,
un die Kamera hot uns e paar scheene Bilder gemacht:
Das Beweis-Foto was Ihr hier seht, is schlecht getroffe,
der Haufe hot so gstunke - do is die Kamera ogeloffe!


Als der stinkische Dunscht die Kamera traf,
war des Bild plötzlich nimmie scharf:



Sachdienliche Hinweise nehme ma gern entgege,
auch Kurt K. käm des sehr gelege:
Wer diesen Arsch tut kenne,
soll uns bitte seinen Namen nenne!



So, jetzt macht mir mol ooner en Halwe zurecht,
bevor de Druck noochlässt - des wär jo schlecht.
Am Dienstag wird in tiefer Trauer erklärt, wie zu Tode kumme is,
"Fäkalia die Stinkende" mit ihr'm Tonkstelle-Schiss!
Bringt alle mit, en große Hunger un Dorscht,
es gibt Bier, Wein, Schinkeplatte un Hausmacher Worscht.
Un weil sich's in de letzschte Johre als gute Wahl erwies,
hawwe mir widder gebucht die Jungs vun COOL BREEZE:

COOL BREEZE sind engagiert fa Dienstag-Nacht,
um 18:30 Uhr fängt's Fest oo un Musik gibt's ab Acht - großteils üwerdacht!

So Ihr Leut, des wars donn widda,
genug erzählt, ich setz mich nidda.
Mei Kehl isch trocke - die Redd war long,
isch bin froh, daß isch jetzt was trinke konn.
Un somit bin ich jetzt fertisch fa heit,
ich wünsch euch all e scheeni Kerwezeit!



"Das Letzte ?!?"
So en Pienzer
  Wann immer Du wolltsch kurz dei Auto abstelle,
kam sofort Vermieter Pienzer o'gschosse uf die Schnelle.
Pienzer schrie: "Die Plätz, die gehöre nur zu dem Lade,
willsch do nix kaafe, dann hau ab, sunscht droht dir e Klage!"
Im Juni wurd der Lade leer, die Miet war scheints abgeloffe,
do hot ma de Pienzer schwitzend uf de Parkplätz' ogetroffe.
Uf jeden vun dene fünf Parkstellplätze,
tat er zwee Poroton-Stoi hiesetze.
Er denkt sich: "Ich kann mache, was mir gefällt,
also sorg' ich dafür, dass do niemond sei Karre abstellt!"
Doch eines Tages, vielleicht war's sechse oder aa drei,
fährt in so e Parkbucht e Fraa mit Ihrm Auto nei.
Un hot nadürlich die vorhandene Stoi net g'sehe,
es hot en Schlag g'losst un donn wars g'schehe!
Es hot gonz korz geballert,
un des Auto war verdallert.
Verklage wollt sie de Pienzer - er hots fascht net geglaubt,
denn ofach so Stoi in de Weg hocke, is net erlaubt.
Ganz klar ist geregelt bei Parkverbot,
muss die Absperrung 1 Meter hoch sei un in weiss-rot.
Tags druff sa ma de Pienzer zum zweite mol schwitze,
do hot er die Stoi wieder entfernt, bei großer Hitze.

 
Travel Agency Stoneman   E Heigl(i) Sach!
  Der Volkschor wollt en Ausflug mache,
un es mol wieder richtisch losse krache!
Nach Dresden ging die Reise los,
die Stimmung war famos.
Zum Ausflug in de Oschte - wie soll's annerscht sei,
gehörte a en Tagestrip nüwwer in die Tschechei.
Schon Stunden vor der Grenzüberquerung,
kam vom Fahrer durchs Mikro die Belehrung:
"Denkt an Euern Personalausweis, ich mach koo Witze,
wer ihn vergesse hot, bleibt an der Grenze sitze."
Die Durchsage wurd net nur oomol gemacht,
am End hot schun jeder drüwer g'lacht,
un hawwe alle abgewunke,
dene hot des Thema schun bald g'stunke.
An der Grenze war's donn soweit,
newerm Bus machte sich e paar Zöllner breit.
Nach kurzer Diskussion und bösem Blick,
hot der Bus gedreht un fuhr wieder zurick.
Als der Busfahrer g'frogt wurd - gonz newebei -
gabs zur Antwort: "Ich hab mein Ausweis net dabei!"
    Im letschte Johr ware e mol wieder Wahle,
fa manch oner bedeutet des echte Quale.
Fun de SPD de Herr H. isch do voll dabei,
un schmeißt sogar in de Nacht vor der Wahl noch Werbung ei.
In de Ringstroß hing an em Zaun e Schild,
"Hier lebt en Hund, un der isch wild!"
Herr H. hot sich wohl gedacht:
"Der tut bestimmt schlofe - ´s isch jo schun Nacht."
Doch als er grad wollt die Werbung in de Briefkaschte buxiere
fing der Hund oo mit lautem Gebell zu rebelliere.
Die gonze Werbung fiel danewe
un de Heigl rannte um sei Lewe.
Irgendwie isch er dobei hängegebliwwe
un noogeborzelt wie Pick Siwwe.
De Hund hot sich wieder verkroche,
doch em H. sein Arm, der war gebroche.
 
Der Kleine Nussknacker   Gas g'habt
  Als klooner Monn hot ma 's schwer,
do muss zum Motorradfahre e Minibike her.
So hot sich fa wenig Geld,
unser Mann e Minibike bestellt.
Als es da war, hot ihn oons verdrosse:
"Des isch jo gar ned fa de Straßeverkehr zugelosse?!"
Awwer dieser Mann tat in Wiesloch Handball trainiere,
und wollt mit dem Ding seine Spieler imponiere.
So drehte er uffem Parkplatz sei Runde,
doch plötzlich war er verschwunde.
Uf der Stroß tat nämlich e kloni Nuss liege,
die letztendlich konnt die Schwerkraft besiege,
und so flog er ungelogen,
von dem Minibike, in hohem Bogen.
Dem Gefährt passierte nix dabei,
doch des Schulterblatt vun dem Mann brach entzwei.
Em Holger Schwab isch des passiert,
des Minibike wurd dann bei eBay inseriert.
    De Böttcher's Alex hot mit seim Kumpel e Auto repariert,
un hawe mit Feuer un Gas am Unnerbode opariert.
Beim rumdoktere em Auto-Bauch,
gabs plötzlich gonz viel Rauch.
Es hot g'stunke wie nach verbrannter Katze,
2 Sekunde später hot de Böttcher e Glatze.
Am nächste Tag is er zum Mannes nach Wissebach g'fahre
un is neimaschiert in de Automarkt - natürlich ohne Haare.
"Servus Mannes, un wie geht's", so hot er ihm zugerufe.
Doch de Monnes konnt des Gesicht net als bekannt eistufe.
Die Situation war schun e biss'l angespannt,
"Wer sin dann sie? Sie sin mir net bekannt!"
Merke: Mit lange Haare Auto schweiße,
is oofach scheiße!

 
Luftpost?   Essen auf Rädern
 

Lange musst man vun ner Post-Filiale träume,
da war sie endlich in Farben-Spechts Räume.
Alles was ma mit seiner Post kann mache,
fand ma do drin, doch eins war zum Lache.
Überleg Dir bloß, was machst denn Du,
wenn die Filial hot halt emol zu?
Am Automat davor kannsch Du Briefmarke kaufe,
doch dann musch erscht mol suche un laufe.
So mancher hot ganz heftig g´flucht,
denn en Briefkaste hot ma monatelang dort vergeblich g'sucht.

    Es saß im Gasthaus "Sonne" der Matterns Peter,
so owends um neune, vielleicht a später.
Do hot der Peter Hunger kriegt un was esse wolle,
die Aushilf hot g´sagt, do muss sie erst de Küche-Chef hole.
Der war awer net zu erreiche un so hot de Peter unverdrosse,
en Pizza-Service in die Sunn kumme losse.
Am nächste Owend widda an de Stammtisch gesellt,
hot sich de Peter beim Nobbl e Bierche bestellt.
"Des konnsch vergesse!" begann der Nobbl zu fluche,
"Vun mir kriegsch nix! Konnsch da jo en Bier-Bring-Service suche!"
 
Roger Copperfield
  De Roger hot im Phönix oner üwer de Dorscht getrunke,
"Ich geh hom!", sagt er un hot nochmol Richtung Theke gewunke.
Er muss vum Phönix raus un newedro widder rein,
eigentlich konn des net so schwierig sein.
"Mei Schlüssel die müsse doch irgendwo sei", hört man fluche,
er kromt in seiner Hos' rum un tut in jedere Tasch suche.
Wie bei em Zaubertrick von David Copperfield - nur ohne Vorhang,
war er uf einmal fort - en unerklärliche Vorgang.
Doch die Erklärung kann ganz simpel sei,
wenn ma bricht mit'm Gitter-Rost ei.
Blitzschnell is ma 2 Meter tiefer,
un liegt unne beim Ungeziefer.
"Scheiße, ich will hier raus", hot er gekrische,
"Ich bin entführt worre vun Außerirdische!"
"Ich will hier raus!!!", hört man weiter tobe,
vermutlich hot man vun unne üwers Klofenschter rausg'schobe.